Eine Reportage. Teil 4 von 4. Die Mitarbeitenden des Werkhofs dürfen freitags um 16 Uhr Feierabend machen. Wir fahren zurück zum Werkhof. Die Kehrmaschinen werden täglich vor Feierabend gewaschen, die Kehrbehälter auch von innen, und die Schmierbalken und Gelenke werden gefettet. Es ist kalt heute. Sandra erzählt vom Kuhnagel. Bevor sie in die Kehrgut-Sondermüllmulde steigt,„Wer fährt denn da die Kehrmaschine in Frauenfeld?“ weiterlesen
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Wer fährt denn da die Kehrmaschine in Frauenfeld?
Eine Reportage. Teil 3 von 4. Sandra erzählt von einem Igel, den sie vor den metallenen Besen und dem Saugmund der Kehrmaschine retten konnte und zur Igelstation brachte, wo leider nur noch sein Tod festgestellt werden konnte. Der Saugmund der Kehrmaschine, der durch die Fahrerin via Kamera überwacht wird, ist vierundfünfzig Zentimeter lang und zwanzig„Wer fährt denn da die Kehrmaschine in Frauenfeld?“ weiterlesen
Wer fährt denn da die Kehrmaschine in Frauenfeld?
Eine Reportage. Teil 2 von 4. Ich sehe den vielen Schmutz, der von den Besen erfasst und Richtung Saugmund gekehrt wird und die andere, saubere Strassenseite. Gerade als ich mir überlege, dass ich nachvollziehen kann, dass man gerne im Reinigungsdienst arbeitet, weil man das Resultat seiner Arbeit sofort sieht und man die Sicherheit und die„Wer fährt denn da die Kehrmaschine in Frauenfeld?“ weiterlesen
Wer fährt denn da die Kehrmaschine in Frauenfeld?
Eine Reportage. Teil 1 von 4 „Und wenn ich auf die Toilette muss?“, frage ich mich erschrocken, während ich zu Hause meine Zähne putze. Es ist Freitag, 19. November 2021. Um Viertel vor eins erwartet mich meine Cousine Sandra Klausner in Frauenfeld. Sie arbeitet seit August 2017 beim Werkhof; zuerst hauptsächlich auf dem Büro, nach„Wer fährt denn da die Kehrmaschine in Frauenfeld?“ weiterlesen
Gedicht Luegid
Die Hausaufgabe meiner Weiterbildung lautete: „Suchen Sie sich ein Volkslied aus… Füllen Sie dieses Lied dann mit einem neuen (vielleicht moderneren) Text, der sich an der Volksliedstrophe orientiert.“ Luegid! Vo Berge ond Talzrogg goht de SonnestrahlLuegid! Öb Wes‘ oder Städtes’hed emmer meh donkli Egged’Sonne zeigt of foif vor zwölf D’Wält dreht im rote Bereich! D’Wält„Gedicht Luegid“ weiterlesen
Eine haarige Geschichte
„Guten Morgen“, tönt es freundlich, von mir. Keine Reaktion. Ich schaue genauer hin. „Wie siehst du denn aus?“ Die Haare, statt dass sie wie gewohnt grossmehrheitlich lustlos an der Kopfhaut hängen, mit wenigen Ausnahmen, die sich Richtung Himmel oder sonst wohin recken, sind ein wildes Durcheinander. Wie beschrieb sie der damalige Engelberger ‚Coiffeur Roos, ganz„Eine haarige Geschichte“ weiterlesen
Perspektive
Eine Hausaufgabe der Weiterbildung „Kreatives Schreiben“, die ich zurzeit absolviere, lautete: „Schreiben Sie eine Geschichte, in der Sie den magischen Realismus aufleuchten lassen. Kreieren Sie eine völlig realistische Welt, und lassen Sie dann etwas geschehen, das den Naturgesetzen widerspricht.“ Er watet durch das Haus. Sehr langsam. Wie kann er sicher sein, dass der Boden unter„Perspektive“ weiterlesen
Ameisen
Auslöser für meinen heutigen Beitrag war der folgende Artikel auf http://www.srf.ch. So, wie ich den Artikel verstehe, gilt der Mensch als der Ameise überlegen. Na ja. Als Mensch weiss ich, dass es im durchschnittlichen Schweizer Haushalt in der Küche Konfitüre hat. Wenn mir die Konfitüre ausgeht, kann ich bei den Nachbarn klingeln und fragen, ob„Ameisen“ weiterlesen
Eine kleine wahre Geschichte zum Jahreswechsel
31.12.2021. In der Post für das Alterszentrum hat es einen von Hand adressierten Brief mit unbekanntem Namen. Die Adresse ist korrekt und vollständig. Es gibt bei uns aber weder eine Bewohnerin noch eine Mieterin mit dem Namen, der auf dem Couvert steht, und auch keine Mitarbeiterin. Ich drehe das Couvert um. Auf der Rückseite klebt„Eine kleine wahre Geschichte zum Jahreswechsel“ weiterlesen
Mein Leben in 50 Jahren
Im Jahr 2071 werde ich 106-jährig sein. Ich lebe in einer hindernisfreien Zweizimmerwohnung mit Aussicht auf einen trägen Fluss oder einen sich kräuselnden See und hohe Berge. Der Chip, den ich mir mit siebzig Jahren freiwillig einspritzen liess, liefert meine Vitaldaten in Echtzeit an ein Gesundheitszentrum. Abweichungen von meinen Standarddaten, wie Herzfrequenz, Blutdruck, Körpertemperatur und„Mein Leben in 50 Jahren“ weiterlesen