Das Gehirn über mir

Ich lasse meine Gedanken wandern… und stelle mir vor, ich läge wie auf einer grünen Wiese. Ich habe eine weiche Decke ausgelegt und an ein bequemes Kissen hatte ich auch gedacht. Ich schaue nach oben, in das Gehirn über mir. Ich staune. Was da alles läuft. Andauernd schiessen Signale via Rückenmark an mir vorbei. Auch„Das Gehirn über mir“ weiterlesen

Freiheit

Bin ich frei, weil ich verstehe? Bin ich frei, solange ich verstehe? Kann ich frei sein, solange ich verstehe? Kann ich frei sein, solange mir alle Normen,denen ich entsprechen sollte oder muss, bewusst sind? Wer ist freier, du oder ich? Bild: Yvonne Canal, BischofszellDer Text entstand zur Ausstellung „Bild und Text zum Vergessen“, 10.2024 –„Freiheit“ weiterlesen

Lichtermeer

Das Meer der Lichter erlischt, Licht für Licht. Immer wieder flackert ein totgeglaubtes nochmals auf. Welche für immer erloschen sind,wissen wir nicht,aber die Menge derer,die nicht mehr zuverlässig leuchten,wird immer grösser. Wir suchen nach den Momenten der Freude, des Glücks. Die gemeinsamen werden immer weniger. Bild: Yvonne Canal, BischofszellDer Text entstand zur Ausstellung „Bild und„Lichtermeer“ weiterlesen

Ordnung

Eine Demenzerkrankung führt zu einer Neuordnung. Oft langsam und immer stetig. Das Chaos im Innern führt zu einer neuen Ordnung im Aussen. Sie richtet sich nach den Kompetenzen und Wünschen der erkrankten Person. Ihre Wahrnehmung ist richtig. Immer. Die neue Ordnung im Aussen führt zu Chaos weiter aussen, bis sich auch dieses Umfeld neu geordnet„Ordnung“ weiterlesen

Bild und Text zum Vergessen

Ich sehe es und weiss nicht, was es bedeutet. Buchstaben, die ein Wort bilden. – Was ist ein Wort? Ist es, wie ein Wort in einer Fremdsprache anschauen, dessen Bedeutung ich nicht kenne? Es steht da, ohne Inhalt. Es ist schlimmer, als damals, bei der Wörtli-Prüfung. Damals stand das Wort auch allein auf einem Blatt,„Bild und Text zum Vergessen“ weiterlesen

Schweben

Der Bauchnabel schraubt sich bedächtig nach oben.Hält inne.Lässt sich fallen. Er wiederholt das.Immer wieder.(Fast) endlos. Die Anspannung lässt nach.In den Zehenspitzen.In den ganzen Füssen.Die Fersen liegen in den Kuhlen, die sie selbst geschaffen haben.Die Unterschenkel breiten sich, wie die Oberschenkel, aus.Das Gesäss liegt.Rücken, Schultern, Nacken und Kopf sinken wohlig ein.Die Ober- und Unterarme und die„Schweben“ weiterlesen